Bericht des Prüfungsausschusses

  • Dr. Bernhard Walter, Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Dr. Bernhard Walter, Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Prüfungsausschuss behandelt auf der Basis der Aufgabenzuweisung, die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse geregelt ist, insbesondere Fragen der Rechnungslegung. Ferner erörtert er die Wirksamkeit und die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems sowie das Compliance-Management. Außerdem befasst er sich mit der Abschlussprüfung und überprüft die Qualifikation sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Nach Beschluss durch die Hauptversammlung beauftragt der Prüfungsausschuss den Wirtschaftsprüfer mit der Abschlussprüfung beziehungsweise mit der prüferischen Durchsicht von Zwischenfinanzberichten, legt die Prüfungsschwerpunkte fest und trifft die Honorarvereinbarung mit dem Prüfer.

Sowohl der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. h. c. Bernhard Walter, als auch Dr. Clemens Börsig verfügen als unabhängige Mitglieder des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

An den sechs Sitzungen des Prüfungsausschusses im Geschäftsjahr 2013 nahmen neben den Ausschussmitgliedern auch der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorstandsvorsitzende, die für Finanzen und Controlling sowie für Integrität und Recht zuständigen Vorstandsmitglieder und die Vertreter des Abschlussprüfers teil. Darüber hinaus waren zu einzelnen Tagesordnungspunkten die Leiter von Fachabteilungen sowie weitere Sachverständige vertreten. Zusätzlich führte der Prüfungsausschussvorsitzende regelmäßig Einzelgespräche, unter anderem mit dem Abschlussprüfer, mit den für Finanzen und Controlling beziehungsweise Integrität und Recht zuständigen Vorstandsmitgliedern sowie mit den Leitern des Bilanzbereichs und der Bereiche Interne Revision, Group Compliance und Recht. Über die Ergebnisse dieser bilateralen Gespräche informierte der Prüfungsausschussvorsitzende den Prüfungsausschuss jeweils bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses informierte auch den Aufsichtsrat in dessen jeweils folgender Sitzung über die Tätigkeit des Ausschusses und den Verlauf von Sitzungen und Gesprächen.

In einer Sitzung Anfang Februar 2013 behandelte der Prüfungsausschuss im Beisein von Vertretern des Abschlussprüfers die vorläufigen Kennzahlen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2012 sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Die vorläufigen Kennzahlen wurden in der Jahrespressekonferenz am 7. Februar 2013 veröffentlicht.

In einer weiteren Sitzung im Februar 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem vom Abschlussprüfer jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2012 sowie mit dem Gewinnverwendungsvorschlag; dabei waren die Vertreter des Abschlussprüfers anwesend und berichteten über die Ergebnisse der Prüfung. Zur Vorbereitung standen den Prüfungsausschussmitgliedern und allen Aufsichtsratsmitgliedern umfangreiche Unterlagen zur Verfügung, unter anderem der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss nach IFRS und dem zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Vergütungsbericht, der Jahresabschluss der Daimler AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte der KPMG für den Jahresabschluss der Daimler AG und den Konzernabschluss nach IFRS, jeweils einschließlich des zusammengefassten Lageberichts, sowie die Entwürfe der Berichte des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses. Die Prüfungsberichte und wesentliche Vorgänge hinsichtlich der Rechnungslegung wurden gemeinsam mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss der Daimler AG auch mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit Fragen der Compliance befasst. Dies umfasste auch die vom Vorstand beschlossenen Weiterentwicklungen und erforderlichen Anpassungen innerhalb der konzernweiten Compliance-Struktur und -Aktivitäten, beispielsweise den optimierten Due-Diligence-Prozess für Vertriebspartner. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat nach intensiver Prüfung und Erörterung, die aufgestellten Abschlüsse zu billigen und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands mit dem Vorschlag der Zahlung einer Dividende von 2,20 € je dividendenberechtigter Stückaktie anzuschließen. Der Prüfungsausschuss stimmte ferner dem Bericht des Prüfungsausschusses für das Geschäftsjahr 2012 zu.

Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung den Bericht über die im Geschäftsjahr 2012 an den Abschlussprüfer gezahlten Honorare für Prüfungs- und für Nicht-Prüfungsleistungen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Unabhängigkeitsprüfung beschloss der Prüfungsausschuss eine an den Aufsichtsrat beziehungsweise im weiteren Verlauf an die Hauptversammlung gerichtete Empfehlung, die KPMG als Abschlussprüfer und Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2013 zu bestellen. Dabei stützte der Prüfungsausschuss seine Empfehlung auch auf die sehr guten Ergebnisse der vom Prüfungsausschuss im Mai/Juni 2012 durchgeführten Qualitätsanalyse der Abschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres. Vorbehaltlich der Wahlentscheidung der Hauptversammlung genehmigte der Ausschuss die mit dem Prüfer für das Geschäftsjahr 2013 zu treffende Honorarvereinbarung. Schließlich befasste sich der Prüfungsausschuss im Rahmen seiner Zuständigkeit mit dem Entwurf der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2013 und mit dem Jahresprüfplan der Internen Revision.

Im Jahresverlauf 2013 erörterte der Prüfungsausschuss in den quartalsbezogenen Sitzungen mit dem Vorstand und mit der zum Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Zwischenfinanzberichte vor deren Veröffentlichung, behandelte die jeweiligen Risikoberichte und nahm die Berichte der Fachbereiche Group Compliance und Corporate Audit entgegen. Zudem befasste sich der Ausschuss quartalsweise mit Mitteilungen seitens der Mitarbeiter der Gesellschaft über mögliche Regelverstöße, die Mitarbeiter und Externe vertraulich und auf Wunsch anonym (sofern mit lokalem Datenschutzrecht vereinbar) an das unternehmenseigene Hinweisgebersystem BPO (Business Practices Office) meldeten und von diesem bearbeitet wurden. Bis Februar 2013 tauschte sich der Prüfungsausschuss zudem regelmäßig mit dem unabhängigen Monitor, Judge Louis Freeh, aus. Anlässlich seiner letzten Teilnahme an einer Sitzung des Ausschusses berichtete Judge Freeh von seinen abschließenden Eindrücken zum Stand von Compliance bei Daimler. Judge Freeh erklärte, das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens seien äußerst engagiert vorgegangen. Dadurch sei es gelungen, ein Compliance-System auf höchstem Niveau zu etablieren, das jedem Vergleich auf internationaler Ebene standhalte. Der Prüfungsausschuss dankte Judge Freeh für die konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Die Berichterstattung über Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers nahm der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung im Juni 2013 entgegen. In dieser Sitzung wurden auch die Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung des Berichtszeitraums und die Genehmigungsrahmen für die Beauftragung des Abschlussprüfers mit Nicht-Prüfungsleistungen festgelegt. Die Sitzung diente ferner dazu, die Abschlussprüfung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 zu analysieren und die Kontrollaufgaben des Prüfungsausschusses hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses, der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems wahrzunehmen. Gestützt auf die vom Prüfungsausschuss gewürdigten Stellungnahmen des Abschlussprüfers wurde in diesem Zusammenhang das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem behandelt. Über den rechnungslegungsbezogenen Bereich hinaus umfasst das interne Kontrollsystem die Funktionen Interne Revision und Compliance-Management. Der Ausschuss erörterte die Tätigkeitsberichte zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und befasste sich dabei insbesondere mit Änderungen und Weiterentwicklungen des Systems.

Ebenfalls in der Sitzung im Juni 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss mit Neuerungen bei Bilanzierung und Rechnungslegung und weiteren prüfungsausschussrelevanten Entwicklungen; damit nahm der Ausschuss unter anderem die für seine Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wahr. Weiterhin informierte sich das Gremium über den aktuellen Stand der rechtlichen Risiken, über das neue Pension Managementsystem, über den Stand des Währungs- und Liquiditätsmanagements sowie über weitere aktuelle Themen.

In der Sitzung im Juli 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss auf Grundlage des Berichts des Konzernbeauftragten für den Datenschutz mit den Schwerpunktthemen und aktuellen Entwicklungen des Bereichs Datenschutz. Zudem nahm der Ausschuss in seiner Sitzung im Oktober 2013 aus aktuellem Anlass Berichte der Leiter der Bereiche Recht und Steuern entgegen.

In einer Sitzung Anfang Februar 2014 behandelte der Prüfungsausschuss im Beisein von Vertretern des Abschlussprüfers die vorläufigen Kennzahlen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2013 sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Die vorläufigen Kennzahlen wurden in der Jahrespressekonferenz am 6. Februar 2014 veröffentlicht.

In einer weiteren Sitzung im Februar 2014 prüfte und erörterte der Ausschuss den jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2013 sowie den Gewinnverwendungsvorschlag; dies fand im Beisein des Abschlussprüfers statt, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Zur Vorbereitung standen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und allen Aufsichtsratsmitgliedern umfangreiche Unterlagen zur Verfügung, unter anderem der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss nach IFRS und dem zusammengefassten Lagebericht für die Daimler AG und den Konzern sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Vergütungsbericht, der Jahresabschluss der Daimler AG, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte der KPMG für den Jahresabschluss der Daimler AG und den Konzernabschluss nach IFRS, jeweils einschließlich des zusammengefassten Lageberichts, sowie die Entwürfe der Berichte des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses. Die Prüfungsberichte und wesentliche Vorgänge hinsichtlich der Rechnungslegung wurden gemeinsam mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss auch mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit Fragen der Compliance auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat nach intensiver Prüfung und Erörterung, die aufgestellten Abschlüsse zu billigen und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands mit dem Vorschlag der Zahlung einer Dividende von 2,25 € je dividendenberechtigter Stückaktie anzuschließen.

Der Prüfungsausschuss stimmte ferner dem Bericht des Prüfungsausschusses in der vorliegenden Fassung zu.

Darüber hinaus erörterte der Ausschuss in dieser Sitzung den Bericht über die im Geschäftsjahr 2013 an den Abschlussprüfer gezahlten Honorare für Prüfungs- und für Nicht-Prüfungsleistungen. Der Prüfungsausschuss beschloss zudem eine an den Aufsichtsrat beziehungsweise im weiteren Verlauf an die Hauptversammlung gerichtete Empfehlung, die KPMG als Abschlussprüfer und Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2014 zu bestellen; dabei wurden die Ergebnisse der Unabhängigkeitsprüfung und die Erörterung der Qualität der Abschlussprüfung berücksichtigt. Vorbehaltlich der Wahlentscheidung der Hauptversammlung erörterte der Ausschuss auch den Vorschlag für die mit dem Prüfer für das Geschäftsjahr 2014 zu treffende Honorarvereinbarung.

Schließlich befasste sich der Prüfungsausschuss auf der Basis seiner Zuständigkeit mit dem Entwurf der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2014 und mit dem Jahresprüfplan der Internen Revision.

Auch im Jahr 2013 führte der Prüfungsausschuss wie in den Vorjahren eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. Handlungsbedarf im Hinblick auf die Aufgaben des Ausschusses oder auf den Inhalt, die Frequenz oder den Ablauf der Sitzungen ergab sich dabei nicht.

Stuttgart, im Februar 2014

Der Prüfungsausschuss

Dr. h. c. Bernhard Walter
Vorsitzender