Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Daimler AG lag bei 3,5 (i. V. 5,1) Mrd. €. Während ein operatives Ergebnis von 0,8 (i. V. 1,4) Mrd. € erzielt wurde, ist die Ergebnisentwicklung zudem durch den Rückgang des Finanzergebnisses um 1,0 Mrd. € beeinflusst.

Der Umsatz stieg, wie im Vorjahr prognostiziert, aufgrund der höheren Absatzzahlen von Fahrzeugen und Komponenten um 2,8 Mrd. € auf 75,5 Mrd. €. Im Bereich Pkw nahm er deshalb um 4 % auf
55,1 Mrd. € zu. Auch bei Lkw und Transportern stieg der Umsatz hieraus um 5 % auf 20,4 Mrd. €.

Der Bereich Pkw hat im Berichtsjahr ein Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahres erzielt. Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen durch das weitere Absatzwachstum in Westeuropa, USA und Japan geprägt. Dazu hat insbesondere unsere erweiterte Kompaktwagenpalette beigetragen. Gegenläufig belasteten der veränderte Modell-Mix sowie Aufwendungen für Produkt- attraktivierungen das Ergebnis. Darüber hinaus wirkten Aufwendungen unter anderem für neue Technologien und Produkte. Der Absatz des Bereichs Pkw stieg im Berichtsjahr um 7 % auf 1.451.000 Einheiten1. Bei den Baureihen waren die Kompaktfahrzeuge im Jahr 2013 erneut ausgesprochen erfolgreich: Der Absatz stieg um 67 % auf 398.000 Einheiten1. Einen Zuwachs um
7 % auf 293.000 Einheiten1 verzeichnete das E-Klasse Segment. Bedingt durch den Modellwechsel und den Lebenszyklus lagen die Absätze in den Segmenten der S- und C-Klasse unter dem Niveau des Vorjahres.

Bei Lkw und Transportern lag das Ergebnis leicht unter dem Wert des Vorjahres. Der Absatz bei Lkw wurde um 9 % auf 105.000 Einheiten1 gesteigert. Der Transporterabsatz erreichte 253.000 (i. V. 249.000) Einheiten1.

Die Umsatzkosten (ohne Forschungs- und Entwicklungskosten) stiegen um 5,4 % auf 63,0 Mrd. €. Der Absatzanstieg und Aufwendungen für Produktattraktivierungen sowie für neue Technologien und Produkte haben zu höheren Umsatzkosten geführt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, lagen mit 4,6 (i. V. 4,8) Mrd. € leicht unter Vorjahresniveau; der Anteil an den Umsatzerlösen beträgt 6,1 (i. V. 6,6) %. Die Forschungs- und Entwicklungskosten standen in erster Linie im Zusammenhang mit der Erneuerung des Produktportfolios, hierbei insbesondere in den Fahrzeugbaureihen der C-, E- und S-Klasse sowie der Kompaktklasse. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an neuen Motorengenerationen und alternativen Antriebssystemen. Zum Jahresende waren rund 17.000 Personen im Forschungs- und Entwicklungsbereich beschäftigt.

Die Vertriebskosten erhöhten sich um 0,1 Mrd. € auf 6,0 Mrd. €. Höhere Aufwendungen für Personal, Ausgangsfrachten und Marketing waren wesentliche Faktoren hierfür. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen sank von 8,1 % auf 8,0 % .

Die Verwaltungskosten lagen mit 2,6 (i. V. 2,6) Mrd. € auf Vorjahresniveau.

Das sonstige betriebliche Ergebnis lag bei 1,5 (i. V. 1,8) Mrd. €. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von Aufwendungen für Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese wurden im Vergleichszeitraum in den Funktionskosten ausgewiesen.

Das Finanzergebnis ging unter anderem aufgrund des geringeren Beteiligungs- und Zinsergebnisses um 1,0 Mrd. € auf 2,7 Mrd. € zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen von den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Sondereinflüssen aus dem Verkauf der EADS-Anteile geprägt. Zudem wurde das Finanzergebnis durch geringere Erträge aus dem für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen reservierten Zweckvermögen sowie einen höheren Zinsanteil der Altersversorgungsverpflichtungen beeinflusst.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,2 (i. V. 0,4) Mrd. € ausgewiesen. Hierin enthalten sind Erträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren. Darüber hinaus wurden die Ertragsteuern beeinflusst durch die Höhe und Zusammensetzung des Vorsteuerergebnisses. Auf wesentliche Bestandteile des Finanzergebnisses fielen 2013 und 2012 keine Steuern an.

Der Jahresüberschuss hat sich, wie im Vorjahr prognostiziert, von 5,5 Mrd. € auf 3,7 Mrd. € verringert. Die Entwicklung ist neben dem niedrigeren operativen Ergebnis insbesondere auf das geringere Finanzergebnis zurückzuführen.

Die wirtschaftliche Lage der Daimler AG ist im Wesentlichen durch die operative Tätigkeit der Daimler AG und ihrer Tochtergesellschaften geprägt. An den operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften partizipiert die Daimler AG über deren Ausschüttungen. Damit entspricht die wirtschaftliche Lage der Daimler AG grundsätzlich der des Daimler-Konzerns, die im Kapitel »Wirtschaftliche Lage« erläutert ist.

1 Im Absatz der Daimler AG sind auch an Konzerngesellschaften fakturierte Fahrzeuge enthalten, die von den Gesellschaften noch nicht an Konzerndritte verkauft wurden. Fahrzeugverkäufe von Produktionsgesellschaften des Daimler-Konzerns sind im Absatz der Daimler AG nicht berücksichtigt.