EBIT

Der Daimler-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein EBIT von 10,8 (i. V. 8,8) Mrd. € und übertraf damit das Niveau des Vorjahres deutlich. (Vgl. Tabelle C.12 und Abbildung C.13)

C.12

EBIT nach Segmenten
  2013 20121 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Mercedes-Benz Cars 4.006 4.391 -9
Daimler Trucks 1.637 1.695 -3
Mercedes-Benz Vans 631 543 +16
Daimler Buses 124 -221 .
Daimler Financial Services 1.268 1.293 -2
Überleitung 3.149 1.119 +181
Daimler-Konzern 10.815 8.820 +23
1 Die Vergleichszahlen wurden insbesondere aufgrund der Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 angepasst. Weitere Informationen zu den Anpassungen können Anmerkung 1 des Konzernanhangs entnommen werden.
C.13 Ergebnisentwicklung

Die gute Absatzentwicklung der automobilen Geschäftsfelder und die zunehmende Wirkung der Effizienzprogramme trugen zu einer Ergebnisverbesserung bei. Trotz der guten Absatzentwicklung war bei Mercedes-Benz Cars infolge der Veränderungen im Produkt-Mix sowie aufgrund der erbrachten Vorleistungen für neue Produkte insgesamt ein Ergebnisrückgang zu verzeichnen; bei Daimler Trucks führten insbesondere Garantiekosten und Wechselkurseffekte zu einem leicht rückläufigen EBIT. Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnisse. Das Ergebnis von Daimler Financial Services lag in der Größenordnung des Vorjahres.

Die geringeren Aufwendungen infolge der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen und Effekte aufgrund gesunkener Abzinsungsfaktoren (95 Mio. €; i. V. 504 Mio. €) haben sich positiv auf das Konzern-EBIT ausgewirkt. Gegenläufig belastete die Entwicklung der Wechselkurse das Ergebnis.

Das Ergebnis beider Jahre war durch die Veräußerung der EADS-Anteile beeinflusst: Infolge der Neubewertung und Veräußerung der verbliebenen 7,4 % der EADS-Anteile in 2013 entstand ein Ertrag von 3.223 Mio. €; im Vorjahr resultierte aus dem Verkauf des 7,5 %-Anteils an EADS ein Ertrag von 913 Mio. €. Die Abwertung von Beteiligungen im Bereich der alternativen Antriebe wirkte sich mit 174 (i. V. 51) Mio. € im Konzern-EBIT aus. Für Personalmaßnahmen im Rahmen eines Optimierungsprogramms von Daimler Trucks in Deutschland und Brasilien entstanden Aufwendungen in Höhe von 116 Mio. €. Aus der Neuausrichtung des europäischen und amerikanischen Geschäftssystems von Daimler Buses ergaben sich im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 39 (i. V. 155) Mio. €.

Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2013 und 2012 beeinflussten, sind in Tabelle C.14 im Einzelnen dargestellt.

C.14

Sonderfaktoren im EBIT
  2013 2012
in Millionen €    
     
Mercedes-Benz Cars    
Abwertung von Beteiligungen im Bereich der alternativen Antriebe -174 -51
     
Daimler Trucks    
Personalanpassungen -116           - 
     
Mercedes-Benz Vans    
Abwertung des Joint Ventures Fujian Benz Automotive Corporation - -64
     
Daimler Buses    
Neuausrichtung Geschäftssystem -39 -155
     
Überleitung    
Ertrag aus dem Verkauf von EADS-Anteilen +3.223 +913

Das Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft (EBIT ohne Sonderfaktoren) lag mit 7,9 Mrd. € leicht unter dem von uns im Geschäftsbericht 2012 angekündigten Vorjahresniveau von 8,1 Mrd. €, da die at-equity-Ergebnisse aus der Beteiligung an EADS ab dem zweiten Quartal 2013 weggefallen sind.

Das EBIT des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars lag mit 4.006 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von 4.391 Mio €. Die Umsatzrendite belief sich auf 6,2 % (i. V. 7,1 %). (Vgl. Abbildung C.15)

C.15 Umsatzrendite (Return on Sales)

Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf das weitere Absatzwachstum vor allem in China, in den USA und in Westeuropa zurückzuführen. Dazu hat insbesondere unsere erweiterte Kompaktwagenpalette beigetragen. Ergebniszuwächse erzielten wir auch durch eine bessere Preisdurchsetzung. Zudem wirkten sich Effizienzmaßnahmen aus unserem Programm »Fit for Leadership« positiv auf das Ergebnis aus. Gegenläufig wirkten ein veränderter Modell-Mix und ungünstige Wechselkurseffekte. Darüber hinaus war das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktattraktivierungen, Kapazitätserweiterungen, Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie absatzbedingt höhere sonstige Aufwendungen belastet. Im EBIT enthalten ist eine Abwertung von Beteiligungen im Bereich der alternativen Antriebe in Höhe von 174 (i. V. 51) Mio. €.

Das Geschäftsfeld Daimler Trucks erzielte ein EBIT von 1.637 (i. V. 1.695) Mio. € und eine Umsatzrendite von 5,2 % (i. V. 5,4 %). (Vgl. Abbildung C.15)

Die insbesondere im letzten Quartal spürbare Belebung des Fahrzeugabsatzes trug positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Zum einen war eine Markterholung in Brasilien zu verzeichnen, zum anderen ergaben sich positive Impulse aus dem Geschäft in Westeuropa, die unter anderem auf vorgezogene Käufe aufgrund der Einführung der strengeren Euro-VI–Abgasnorm im Jahr 2014 zurückzuführen sind. Gegenläufig beeinflussten insbesondere gestiegene Garantiekosten und Wechselkurseffekte das Ergebnis. Weiterhin entstanden Aufwendungen in Höhe von 116 Mio. € für Personalmaßnahmen im Rahmen der Optimierungsprogramme in Deutschland und Brasilien. Die Effizienzmaßnahmen des Programms »Daimler Trucks #1« haben sich positiv im Ergebnis niedergeschlagen.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 ein operatives Ergebnis von 631 (i. V. 543) Mio. €. Die Umsatzrendite beläuft sich auf 6,7 % gegenüber 6,0 % im Vorjahr. (Vgl. Abbildung C.15)

Der deutliche Ergebnisanstieg ist unter anderem auf einen höheren Absatz und eine bessere Preisdurchsetzung zurückzuführen. Fortgesetzte Effizienzsteigerungen im Rahmen des Programms »Performance Vans 2013« trugen ebenfalls zur Ergebnisverbesserung bei. Vorleistungen für neue Produkte haben das Ergebnis belastet. Im Vorjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 64 Mio. € im Zusammenhang mit der Abwertung des chinesischen Joint Ventures Fujian Benz Automotive Corporation an.

Das Geschäftsfeld Daimler Buses ist im Berichtsjahr 2013 in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat ein EBIT von 124 (i. V. -221) Mio. € erzielt. Die Umsatzrendite belief sich auf 3,0 % (i. V. -5,6 %). (Vgl. Abbildung C.15)

Diese positive Entwicklung wurde von Absatzzuwächsen in Westeuropa und Lateinamerika sowie von einem verbesserten Mix getragen. Darüber hinaus führten weitere Effizienzfortschritte im europäischen Geschäftssystem und geringere Aufwendungen für die Neuausrichtung des europäischen und amerikanischen Geschäftssystems zu deutlichen Ergebnisverbesserungen. Die Aufwendungen für die Neuausrichtung des Geschäftssystems betrugen 39 (i. V. 155) Mio. €.

Daimler Financial Services konnte im Jahr 2013 ein Ergebnis von 1.268 Mio. € erzielen und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau (1.293 Mio. €). Die Eigenkapitalrendite lag bei 19,2 % (i. V. 22,0 %). (Vgl. Abbildung C.16)

C.16 Eigenkapitalrendite (Return on Equity)

Ein höheres Vertragsvolumen trug positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Gegenläufig wirkten sich negative Wechselkurseffekte und niedrigere Zinsmargen aus. Höhere Aufwendungen entstanden im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern. Bis zum Verkauf der restlichen Anteile an EADS war in den zentral verantworteten Sachverhalten auch das anteilige Ergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung an EADS enthalten.

Anfang April schied Daimler aus der bisherigen EADS-Aktionärsvereinbarung aus. Durch den damit verbundenen Verlust des maßgeblichen Einflusses wurde die at-equity-Bilanzierung beendet. Hieraus ergab sich im Jahr 2013 ein Ertrag von 3,4 Mrd. €. Am 17. April 2013 hat Daimler seinen verbliebenen EADS-Anteil von rund 7,4 % über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren verkauft; infolge der Entwicklung des Kurses der EADS-Aktie zwischen dem 2. April 2013 und dem Tag des Verkaufs ergab sich ein Aufwand von 184 Mio. €. Der Konzern hatte darüber hinaus eine Vereinbarung mit Barabwicklung abgeschlossen, die es ermöglichte, bis zum Jahresende 2013 in begrenztem Umfang am Kursanstieg der EADS-Aktien zu partizipieren. Aus diesem Vertrag entstand für den Daimler-Konzern ein Ertrag in Höhe von 44 Mio. €. Insgesamt ergab sich aus der Veräußerung der Anteile an EADS ein Sondereinfluss in Höhe von 3,2 Mrd. €. Weiterführende Informationen im Zusammenhang mit der Veräußerung der EADS-Anteile im Jahr 2013 können den Erläuterungen in Anmerkung 13 des Konzernanhangs entnommen werden.

Aus den übrigen zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen in Höhe von 191 (i. V. 113) Mio. € entstanden. Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2013 ein Ertrag von 82 (i. V. 8) Mio. €.

C.17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2013 2012 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 117.982 114.297 +3
Umsatzkosten -92.457 -88.821 +4
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.525 25.476 +0
Vertriebskosten -10.875 -10.455 +4
Allgemeine Verwaltungskosten -3.865 -3.974 -3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.101 - 4.179 -2
Sonstige betriebliche Erträge 1.530 1.507 +2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -399 -291 +37
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 3.345 1.198 +179
Übriges Finanzergebnis -349 -462 -24
Zinserträge 212 233 -9
Zinsaufwendungen -884 -937 -6
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.139 8.116 +25
Ertragsteuern -1.419 -1.286 +10
Konzernergebnis 8.720 6.830 +28
davon      
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 1.878 402 +367
davon      
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.842 6.428 +6

Eine Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern zeigt die Tabelle C.18.

C.18

Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern
  2013 2012
in Millionen €    
     
Konzern-EBIT 10.815 8.820
Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten1 -4 0
Zinserträge 212 233
Zinsaufwendungen -884 -937
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.139 8.116
1 Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten fließen nicht in die interne Steuerungsgröße „EBIT“ ein, sind aber Bestandteil der Umsatzkosten.