Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2013 um 3,2 % auf 118,0 Mrd. €; bereinigt um Wechselkurseffekte war eine Zunahme um 7,3 % zu verzeichnen. Der Umsatzanstieg war vor allem auf den höheren Absatz in allen automobilen Geschäftsfeldern und die Zunahme des Vertragsvolumens bei Daimler Financial Services zurückzuführen. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Abschnitt »Geschäftsentwicklung« des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Tabelle C.17)

C.17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2013 2012 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 117.982 114.297 +3
Umsatzkosten -92.457 -88.821 +4
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.525 25.476 +0
Vertriebskosten -10.875 -10.455 +4
Allgemeine Verwaltungskosten -3.865 -3.974 -3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.101 - 4.179 -2
Sonstige betriebliche Erträge 1.530 1.507 +2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -399 -291 +37
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 3.345 1.198 +179
Übriges Finanzergebnis -349 -462 -24
Zinserträge 212 233 -9
Zinsaufwendungen -884 -937 -6
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.139 8.116 +25
Ertragsteuern -1.419 -1.286 +10
Konzernergebnis 8.720 6.830 +28
davon      
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 1.878 402 +367
davon      
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.842 6.428 +6

Die Umsatzkosten betrugen im Berichtsjahr 92,5 Mrd. € und nahmen gegenüber dem Vorjahr um rund 4 % zu. Der Anstieg der Umsatzkosten war auf das erhöhte Geschäftsvolumen und infolgedessen im Wesentlichen auf höhere Material- und Personalaufwendungen zurückzuführen. Zudem stiegen die Abschreibungen auf Vermietete Gegenstände im Zusammenhang mit dem wachsenden Leasinggeschäft an. Gegenläufig fielen bei Daimler Financial Services geringere Aufwendungen für die Refinanzierung an. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen des Konzerns, die sich um 3,2 % erhöhten und durch die Abwertungen wichtiger Währungen beeinflusst waren, stiegen die Umsatzkosten um 4,1 %, sodass der Anteil des Bruttoergebnisses am Umsatz mit 21,6 % unter dem des Vorjahres (22,3 %) lag. Hier hat sich auch der veränderte Produkt-Mix ausgewirkt. Weitere Informationen zu den Umsatzkosten enthält Anmerkung 5 des Konzernanhangs. (Vgl. Tabelle C.17)

Die Vertriebskosten erhöhten sich absatzbedingt um 0,4 Mrd. € auf 10,9 Mrd. €. Höhere Aufwendungen für Marketing, Personal und IT-Leistungen waren wesentliche Faktoren hierfür. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen stieg von 9,1 % auf 9,2 %. (Vgl. Tabelle C.17)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die allgemeinen Verwaltungskosten, hauptsächlich wechselkursbedingt, mit 3,9 (i. V. 4,0) Mrd. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist mit 3,3 % (i. V. 3,5 %) leicht gesunken. (Vgl. Tabelle C.17)

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum nahezu unverändert zum Vorjahr auf 4,1 (i. V. 4,2) Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle, den Vorleistungen für die Erneuerung bestehender Modelle und der Weiterentwicklung von kraftstoffeffizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen ging von 3,7 % auf 3,5 % zurück. Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns können dem Abschnitt »Forschung und Entwicklung, Umweltschutz« im Kapitel »Nachhaltigkeit« entnommen werden. (Vgl. Tabelle C.17)

Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegten sich mit 1,5 (i. V. 1,5) Mrd. €. auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht auf 0,4 (i. V. 0,3) Mrd. € an. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind in Anmerkung 6 des Konzernanhangs enthalten. (Vgl. Tabelle C.17)

Im Geschäftsjahr 2013 verbesserte sich das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen auf 3,3 (i. V. 1,2) Mrd. €. Beide Jahre sind durch hohe Erträge im Zusammenhang mit dem Verlust des maßgeblichen Einflusses beziehungsweise der Veräußerung von EADS-Anteilen beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2013 verlor Daimler den maßgeblichen Einfluss auf EADS; hieraus resultierte ein Ertrag von 3,4 Mrd. €. Im Jahr 2012 wurde bereits ein 7,5 %-Anteil an EADS verkauft und ein Ertrag von 0,9 Mrd. € realisiert. (Vgl. Tabelle C.17)

Das übrige Finanzergebnis verbesserte sich von -0,5 Mrd. € auf -0,3 Mrd. €. Dies ist hauptsächlich auf geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Effekte aus der Änderung der Abzinsungsfaktoren von 0,1 (i. V. 0,5) Mrd. € zurückzuführen. (Vgl. Tabelle C.17)

Das Zinsergebnis lag bei -0,7 (i. V. -0,7) Mrd. €. Während die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensions- und Gesundheitsfürsorgeleistungen nahezu auf Vorjahresniveau lagen, waren beim sonstigen Zinsergebnis leichte Verbesserungen zu verzeichnen. Diese Entwicklung war insbesondere auf Bewertungseffekte bei Zinssicherungsinstrumenten zurückzuführen, die der Absicherung der Refinanzierung dienen. Gesunkene Zinssätze für Geldanlagen und eine höhere Liquiditätsvorhaltung haben sich gegenläufig ausgewirkt. (Vgl. Tabelle C.17)

Der unter den Ertragsteuern ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 1,4 (i. V. 1,3) Mrd. € ist trotz eines höheren Vorsteuerergebnisses nur leicht angestiegen. Die Steuerquote lag im Berichtsjahr bei 14,0 % (i. V. 15,8 %). Die geringen Steuerquoten waren überwiegend auf steuerfreie Erträge aus der Neubewertung beziehungsweise Veräußerung der EADS-Anteile zurückzuführen. Zudem wirkten in beiden Jahren Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren. (Vgl. Tabelle C.17)

Das Konzernergebnis erreichte 8,7 (i. V. 6,8) Mrd. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 1,9 (i. V. 0,4) Mrd. €, der im Geschäftsjahr 2013 zu großen Teilen im Zusammenhang mit der Neubewertung der EADS-Anteile stand. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 6,8 (i. V. 6,4) Mrd. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 6,40 (i. V. 6,02) €. (Vgl. Tabelle C.17)

Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert) wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 1.068,8 (i. V. 1.066,8) Mio. Stück zugrunde gelegt.

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