Weltwirtschaft

Mit 2,5 % lag das Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr erneut unter dem langfristigen Trendwachstum von etwas über 3 % (vgl. Abbildung C.05). Nach einem schwachen Jahresstart stabilisierte sich die globale Wirtschaftsentwicklung allerdings im weiteren Jahresverlauf, sodass insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wieder eine leichte Belebung sichtbar war. Dabei wurde die Konjunktur wie in den Vorjahren durch eine weiterhin sehr expansive Geldpolitik aller großen Notenbanken unterstützt. Ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung war unter anderem, dass sich die mit der europäischen Staatsschuldenkrise verbundenen Unsicherheiten aufgrund der Maßnahmen der Europäischen Zentralbank merklich verringerten. Die Rohölpreise schwankten zwar im Jahresverlauf, lagen aber im Durchschnitt leicht unter dem Vorjahresniveau.

C.05 Wirtschaftswachstum

Die Volkswirtschaften der Industrieländer erzielten im Berichtsjahr nur ein enttäuschendes Wachstum von insgesamt rund 1 % und blieben damit weiterhin merklich unter ihrem Potenzial. In den USA fiel das gesamtwirtschaftliche Wachstum mit 1,9 % deutlich schwächer aus als im Vorjahr, was vor allem an den restriktiven fiskalischen Maßnahmen sowie einer reduzierten Investitionsdynamik lag. Im Herbst war dann insbesondere das zähe Ringen um die notwendige Erhöhung der Staatsschuldenobergrenze ein erheblicher globaler Belastungsfaktor. In Japan kam die Wirtschaft mit relativ viel Schwung ins Jahr, primär angetrieben durch die expansiven Maßnahmen der Notenbank und der Regierung. Die damit einhergehende markante Abwertung des Yen kam als weiterer Stimulus hinzu.

In der Europäischen Währungsunion war die Finanzpolitik im Jahr 2013 weiterhin von teilweise deutlichen Konsolidierungsmaßnahmen geprägt, die das Wachstum in Summe ähnlich wie im Vorjahr belastet haben. Auch wenn sich für das Gesamtjahr aufgrund einer rückläufigen Inlandsnachfrage erneut ein Minus von etwa einem halben Prozentpunkt ergab, so konnte die Konjunktur zumindest im Jahresverlauf erstmals wieder leichte Zuwächse von Quartal zu Quartal ausweisen. Weiterhin schwierig war die Lage in den südlichen Rezessionsländern wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien. Auch in Frankreich stagnierte die konjunkturelle Entwicklung, während die deutsche Wirtschaft immerhin einen bescheidenen Zuwachs von 0,4 % erzielen konnte.

Waren die Schwellenländer in den vergangenen Jahren noch Garanten für kräftiges Wachstum, so blieben sie im Berichtsjahr mit knapp 4,5 % deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. So wurden vor allem für die bedeutenden Volkswirtschaften Indien, Brasilien und Russland die Prognosen im Jahresverlauf kontinuierlich und merklich nach unten revidiert. Weltwirtschaftlich besonders wichtig war aber, dass sich die Wachstumsabschwächung in China nicht fortsetzte. Dort hat sich die konjunkturelle Lage in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert, und mit einem gesamtwirtschaftlichen Plus von 7,7 % wurde im Jahr 2013 insgesamt ein solider Zuwachs erzielt.

In diesem weltwirtschaftlichen Umfeld waren die Wechselkurse teilweise sehr volatil. So pendelte der Kurs des US-Dollar zum Euro im Jahresverlauf zwischen Werten von 1,27 bis 1,39. Zum Jahresende war der Euro mit 1,38 US-$ knapp 5 % stärker als am Jahresanfang. Sehr ausgeprägt war die Schwankungsbreite des japanischen Yen gegenüber dem Euro mit einem Korridor von 113 bis 145. Hier lag der Wert des Euro gegenüber dem Yen zum Jahresende um etwa 27 % über dem Anfangsniveau. Gegenüber dem britischen Pfund schloss der Euro bei etwas weniger volatilem Verlauf zum Jahresende mit einer Aufwertung von rund 2 %.