Weltwirtschaft

Zum Jahresanfang 2014 sprechen die meisten Frühindikatoren – so vor allem die globalen Geschäftsklimaindizes – dafür, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2014 moderat an Dynamik gewinnen sollte. Nach den zurückliegenden beiden Jahren mit deutlich unterdurchschnittlichen Zuwachsraten der weltweiten Wirtschaftsleistung gibt es nun gute Chancen für eine spürbare Verbesserung. Dabei dürften insbesondere die fortgeschrittenen Volkswirtschaften an Zugkraft gewinnen, während die Aussichten für einige Schwellenländer weiterhin eher gedämpft ausfallen.

Eine im Vergleich zum Vorjahr recht dynamische gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird für die USA erwartet. Hier sollten die stetige Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt, die positiven Vermögenseffekte von Aktienkursen und Immobilienpreisen, die niedrige Inflation sowie anziehende Investitionen eine merkliche Beschleunigung der Konjunktur auf ein Wachstum von 2,5 bis 3 % ermöglichen. Hierbei ist allerdings unterstellt, dass es seitens der Finanzpolitik zu keinen größeren Restriktionen kommt. Trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Verbesserung ist nicht zu erwarten, dass die amerikanische Notenbank schon im Jahr 2014 die Zinsen erhöht. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass die expansive Geldpolitik in Form von monatlichen Anleiheaufkäufen sukzessive auslaufen wird. Ferner spricht einiges dafür, dass die konjunkturelle Dynamik in Japan im weiteren Jahresverlauf an Kraft verliert, was aufgrund der geplanten Steuererhöhungen insbesondere auf die Finanzpolitik zurückzuführen ist.

Die europäische Staatsschuldenkrise ist zwar bei Weitem noch nicht endgültig bereinigt, aber die damit verbundenen Belastungen sind so weit abgeklungen, dass sich die Konjunktur in der Europäischen Währungsunion im Jahr 2014 von der Rezession befreien sollte. Vor allem die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie das unerfreulich niedrige Niveau der Kreditvergabe werden aber voraussichtlich eine deutliche Beschleunigung weiterhin verhindern. Auch die Finanzpolitik wird in Summe eher restriktiv bleiben, wenngleich deutlich weniger stark als im vergangenen Jahr. Mit rund 1 % bleibt der gesamtwirtschaftliche Zuwachs deshalb vermutlich nur verhalten. Die deutsche Wirtschaft sollte dabei erneut über dem Durchschnitt liegen. Noch günstiger, mit voraussichtlich einer Zwei vor dem Komma, sind die ökonomischen Perspektiven für Großbritannien.

Die Wirtschaftsbelebung in den USA und Europa wird sich über einen spürbar zulegenden Welthandel auch in den Schwellenländern positiv bemerkbar machen. In einigen Ländern wie zum Beispiel Indien, Brasilien oder Russland beeinträchtigen allerdings strukturelle Probleme ein nachhaltigeres Anziehen der Konjunktur. Hinzu kommt, dass die Geldpolitik in einigen Ländern zur Begrenzung des Inflationsdrucks und zur Vermeidung von Kapitalabflüssen eher restriktiv ausfallen dürfte. Daher wird für die Schwellenländer mit rund 4,5 % insgesamt ein ähnliches Wachstumstempo wie im Vorjahr erwartet. Hierbei ist als zentrale Annahme unterstellt, dass in China die Reformmaßnahmen greifen und die Wirtschaft auf einen stabilen Wachstumspfad von mindestens 7 bis 7,5 % einschwenkt.

Insgesamt könnte sich damit für die Weltwirtschaft im Jahr 2014 ein Zuwachs von etwas mehr als
3 % ergeben.

In Bezug auf die für unser Geschäft wichtigen Währungen erwarten wir für das Jahr 2014 weiterhin stark schwankende Wechselkursrelationen. Dabei rechnen wir im Vergleich zu den Durchschnittskursen des Jahres 2013 (USD/€: 1,33; GBP/€: 0,85) tendenziell mit einer leichten Abwertung des US-Dollar, während das britische Pfund gegenüber dem Euro weitgehend stabil bleiben dürfte. Für den japanischen Yen (Durchschnitt 2013: 130 Yen/€) und die für uns bedeutsamen Wechselkurse verschiedener Schwellenländer gehen wir von einer weiteren Abwertung aus.

Um die Risiken abzusichern, die sich für unser Geschäft aus den weiterhin sehr volatilen Wechselkursen ergeben, nehmen wir Sicherungsgeschäfte vor, soweit dies für die einzelnen Währungen wirtschaftlich sinnvoll ist. Für das Jahr 2014 haben wir bis Mitte Februar deutlich mehr als die Hälfte der Wechselkursrisiken abgesichert.