Konzernbilanz

C.34

Verkürzte Konzernbilanz      
  31.12.2013 31.12. 20121 13/12

in Millionen €
    Veränderung in %
       
Aktiva      
Immaterielle Vermögenswerte 9.388 8.885 +6
Sachanlagen 21.779 20.599 +6
Vermietete Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen 78.930 75.118 +5
At-equity bewertete Finanzinvestitionen 3.432 4.304 -20
Vorräte 17.349 17.720 -2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.803 7.543 +3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.053 10.996 +1
Verzinsliche Wertpapiere 7.066 5.598 +26
Übrige finanzielle Vermögenswerte 6.241 5.960 +5
Sonstige Vermögenswerte 5.477 6.339 -14
Summe Aktiva 168.518 163.062 +3
       
Passiva      
Eigenkapital 43.363 39.330 +10
Rückstellungen 23.098 24.474 -6
Finanzierungsverbindlichkeiten 77.738 76.251 +2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.086 8.832 +3
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 8.276 8.449 -2
Sonstige Schulden 6.957 5.726 +21
Summe Passiva 168.518 163.062 +3
1 Die Vergleichszahlen wurden insbesondere aufgrund der Effekte aus der Anwendung des geänderten IAS 19 angepasst.
Weitere Informationen zu den Anpassungen können Anmerkung 1 des Konzernanhangs zum Jahresabschluss entnommen werden.

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2012 von 163,1 Mrd. € auf 168,5 Mrd. € an; währungsbereinigt ist ein Anstieg von 13,1 Mrd. € zu verzeichnen. Von der Bilanzsumme entfallen 89,4 (i. V. 85,5) Mrd. € auf Daimler Financial Services; dies entspricht 53 % (i. V. 52 %) aller Vermögenswerte im Daimler-Konzern.

Die Ausweitung der Bilanzsumme ist überwiegend auf das gestiegene Finanzdienstleistungsgeschäft, die hohen Sachinvestitionen sowie auf eine höhere Liquidität (Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und verzinsliche Wertpapiere) zurückzuführen. Der Verkauf der Anteile an der EADS führte zu einem Rückgang bei den at-equity bewerteten Finanzinvestitionen. Auf der Passivseite sind ein gestiegenes Eigenkapital und höhere Finanzierungsverbindlichkeiten sowie ein Anstieg der passiven latenten Steuern und Rechnungsabgrenzungsposten zu verzeichnen. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme liegt mit 42 % über dem Niveau des Vorjahres (41 %). Der Anteil der kurzfristigen Schulden an der Bilanzsumme beträgt 35 % (i. V. 36 %). (Vgl. Abbildung C.35)

C.35 Bilanzstruktur Daimler Konzern

Die Immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 9,4 (i. V. 8,9) Mrd. € beinhalten 7,3 (i. V. 7,2) Mrd. € aktivierte Entwicklungskosten und wie im Vorjahr 0,7 Mrd. € Geschäftswerte. Von den Entwicklungskosten entfielen ein Anteil von 68 % auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und ein Anteil von 24 % auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks. Die im Berichtsjahr aktivierten Entwicklungskosten lagen bei 1,3 (i. V. 1,5) Mrd. € und entsprechen einem Anteil von 23,8 % (i. V. 26,0 %) an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns. (Vgl. Tabelle C.39)

C.39

Forschungs- und Entwicklungsleistungen nach Geschäftsfeldern
  2013 2012 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 5.385 5.644 -5
davon aktiviert 1.284 1.465 -12
Mercedes-Benz Cars 3.751 3.863 -3
davon aktiviert 1.063 1.125 -6
Daimler Trucks 1.140 1.197 -5
davon aktiviert 79 180 -56
Mercedes-Benz Vans 321 371 -13
davon aktiviert 139 137 +1
Daimler Buses 181 222 -18
davon aktiviert 3 23 -87

Die Investitionen (vgl. Tabelle C.30) in Sachanlagen lagen über den Abschreibungen; damit stiegen die Sachanlagen um 1,2 Mrd. € auf 21,8 (i. V. 20,6) Mrd. €. Wechselkursbereinigt war ein Anstieg von 1,8 Mrd. € zu verzeichnen. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 5,0 Mrd. € schwerpunktmäßig an deutschen Standorten für den Anlauf neuer Produkte und die Erweiterung der Kapazitäten sowie für Modernisierungsmaßnahmen investiert.

C.30

Sachinvestitionen nach Geschäftsfeldern
  2013 2012 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 4.975 4.827  
in % vom Umsatz 4,2 4,2 +3
Mercedes-Benz Cars 3.710 3.495  
in % vom Umsatz 5,8 5,7 +6
Daimler Trucks 839 989  
in % vom Umsatz 2,7 3,2 -15
Mercedes-Benz Vans 288 223  
in % vom Umsatz 3,1 2,5 +29
Daimler Buses 76 82  
in % vom Umsatz 1,9 2,1 -7
Daimler Financial Services 19 23  
in % vom Umsatz 0,1 0,2 -17

Die Vermieteten Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen auf insgesamt 78,9 (i. V. 75,1) Mrd. € an. Der wechselkursbereinigte Anstieg in Höhe von 8,2 Mrd. € war durch das gestiegene Neugeschäft bedingt, eine Folge des hohen Absatzvolumens der automobilen Geschäftsfelder. Der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 47 % leicht über dem Vorjahr (46 %).

Die At-equity bewerteten Finanzinvestitionen in Höhe von 3,4 (i. V. 4,3) Mrd. € umfassen vor allem die Buchwerte unserer Beteiligungen an der Rolls-Royce Power System AG, den chinesischen Beteiligungen Beijing Benz Automotive und BAIC Motor im Pkw-Bereich sowie Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. und Kamaz für das Lkw-Geschäft. Der Rückgang steht vor allem im Zusammenhang mit der Auflösung des Aktionärspakts und dem Verlust des maßgeblichen Einflusses an EADS im April 2013. Gegenläufig wirkt sich der Erwerb der Anteile an BAIC Motor aus.

Die Vorräte gingen von 17,7 Mrd. € auf 17,3 Mrd. € zurück; der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 10 % (i. V. 11 %). Währungsbereinigt hat sich ein Anstieg von 0,6 Mrd. € insbesondere bei den Vorräten in den USA, Brasilien und Japan ergeben, während in China ein Rückgang insbesondere infolge des hohen Pkw-Absatzes im vierten Quartal 2013 zu verzeichnen war.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben um 0,3 Mrd. € auf 7,8 Mrd. € zugenommen. 40 % der Forderungen entfallen auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und 38 % auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld Daimler Trucks und steht in Verbindung mit der Absatzbelebung in Südamerika sowie mit den vorgezogenen Käufen in Westeuropa aufgrund der Einführung der strengeren Abgasnormen ab 2014.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen mit 11,1 Mrd. € auf Vorjahresniveau, wechselkursbereinigt ergab sich ein Anstieg von 0,3 Mrd. €.

Der Bestand an Verzinslichen Wertpapieren wurde gegenüber dem 31. Dezember 2012 von 5,6 Mrd. € auf 7,1 Mrd. € erhöht. Er beinhaltet die der Liquidität zugeordneten Schuldtitel, die im Wesentlichen auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Die Schuldtitel weisen grundsätzlich ein externes Rating von A oder besser aus.

Die Übrigen finanziellen Vermögenswerte stiegen um 0,3 Mrd. € auf 6,2 Mrd. € an. Sie bestehen vor allem aus Beteiligungen unter anderem an Renault und Nissan, aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Krediten und sonstigen Forderungen an Dritte.

Die Sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 5,5 (i. V. 6,3) Mrd. € beinhalten insbesondere latente Steuern sowie Steuererstattungsansprüche. Der Rückgang ist im Wesentlichen wechselkursbedingt.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 von 39,3 Mrd. € auf 43,4 Mrd. €. Dem positiven Konzernergebnis (vgl. Tabelle C.17) in Höhe von 8,7 Mrd. € standen im Wesentlichen die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012 an die Aktionäre der Daimler AG in Höhe von 2,3 Mrd. € sowie die Effekte aus der Währungsumrechnung mit 1,5 Mrd. € gegenüber. Darüber hinaus verminderte sich durch die Übertragung der EADS-Anteile an die Dedalus-Investoren das Konzerneigenkapital ergebnisneutral um 2,4 Mrd. €. Das den Aktionären der Daimler AG zustehende Eigenkapital stieg auf 42,7 (i. V. 37,9) Mrd. €.

C.17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  2013 2012 13/12
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 117.982 114.297 +3
Umsatzkosten -92.457 -88.821 +4
Bruttoergebnis vom Umsatz 25.525 25.476 +0
Vertriebskosten -10.875 -10.455 +4
Allgemeine Verwaltungskosten -3.865 -3.974 -3
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.101 - 4.179 -2
Sonstige betriebliche Erträge 1.530 1.507 +2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -399 -291 +37
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 3.345 1.198 +179
Übriges Finanzergebnis -349 -462 -24
Zinserträge 212 233 -9
Zinsaufwendungen -884 -937 -6
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.139 8.116 +25
Ertragsteuern -1.419 -1.286 +10
Konzernergebnis 8.720 6.830 +28
davon      
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 1.878 402 +367
davon      
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 6.842 6.428 +6

Die Eigenkapitalquote lag bei 24,3 % (i. V. 22,7 %); für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 43,4 % (i. V. 39,8 %). Die Eigenkapitalquoten 2012 und 2013 sind um die tatsächliche beziehungsweise vorgeschlagene Dividendenzahlung für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 bereinigt.

Die Rückstellungen sind auf 23,1 (i. V. 24,5) Mrd. € gesunken; der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 14 % unter dem Vorjahr (15 %). Sie umfassen insbesondere die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 9,9 (i. V. 11,3) Mrd. € sowie die Verpflichtungen für Produktgarantien in Höhe von 4,7 (i. V. 5,1) Mrd. €, für den Personal- und Sozialbereich in Höhe von 3,2 (i. V. 2,7) Mrd. € und für Ertragsteuern in Höhe von 1,3 (i. V. 1,7) Mrd. €. Der Rückgang der Rückstellungen resultiert vor allem aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Anstieg der Abzinsungsfaktoren insbesondere in Deutschland von 3,1 % auf 3,4 %.

Die Finanzierungsverbindlichkeiten lagen mit 77,7 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres
(76,3 Mrd. €). Der wechselkursbereinigte Anstieg in Höhe von 5,8 Mrd. € ist im Wesentlichen auf das wachsende Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft zurückzuführen. Von den Finanzierungsverbindlichkeiten entfallen 50 % auf Anleihen, 25 % auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,14 % auf Einlagen aus dem Direktbankgeschäft sowie 8 % auf Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 9,1 (i. V. 8,8) Mrd. € erhöht. 60 % der Verbindlichkeiten entfallen auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars und 28 % auf das Geschäftsfeld Daimler Trucks.

Die Übrigen finanziellen Verbindlichkeiten gingen um 0,2 Mrd. € auf 8,3 Mrd. € zurück. Sie umfassen vor allem die Verbindlichkeiten aus Restwertgarantien, erhaltene Kautionen und Verbindlichkeiten aus der Personalabrechnung sowie die derivativen Finanzinstrumente und Zinsabgrenzungen auf Finanzierungsverbindlichkeiten.

Die Sonstigen Schulden in Höhe von 7,0 (i. V. 5,7) Mrd. € beinhalten insbesondere latente Steuern, Steuerverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Abgrenzungen von Umsätzen aus mehrjährigen Service- und Wartungsverträgen und gestiegenen latenten Steuern bezüglich derivativer Finanzinstrumente sowie den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Weitergehende Informationen zu den bilanzierten Vermögenswerten, dem Eigenkapital und den Schulden des Konzerns können der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie den jeweiligen Erläuterungen im Konzernanhang entnommen werden.